Die Nutzung von Regenwasser gewinnt zunehmend an Bedeutung — auch durch die finanziellen Anreize, die damit verbunden sind. Wer heute mit der Nutzung von Regenwasser in den Umweltschutz investiert, leistet einen wichtigen Zukunftsbeitrag für eine intakte Lebensgrundlage auf der Erde und kann dabei sogar Geld sparen. Mit dem Trinkwasser sind wir bisher verschwenderisch umgegangen. Das Ergebnis: Es wird immer schwieriger, Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen. Weltweit besteht Übereinstimmung, daß Trinkwasser in Zukunft sparsamer verwendet und so weit wie möglich durch anderes Wasser ersetzt werden muß. Erwiesen ist, daß ein Drittel des Trinkwasserbedarfs, und damit ein Drittel der Verbrauchskosten, allein durch vorsichtigeren Wassergebrauch eingespart werden kann.

Welch ein Sparpotential sich für Haushalte ergibt, die zusätzlich Regenwasser nutzen, zeigt eine Beispielrechnung. Rund zwei Drittel des Trinkwasserbezugs können durch Regenwasser ersetzt werden. Bei einem täglichen Gesamtbedarf von Wasser im Privathaushalt von rund 135 Liter pro Person kann ein 4-Personen-Haushalt im Jahr durchschnittlich auf etwa 130.000 Liter Trinkwasser verzichten — das spart bei den heutigen Trinkwasserpreisen schnell einige hundert Euro im Jahr! Überall, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist, kann an Stelle dieses kostbaren Gutes ohne Verzicht auf Hygiene und Komfort auch Regenwasser verwendet werden: für Toilettenspülung, Autowäsche, Blumengießen oder für die Teichfüllung.

Regenwasserwerk

Das Regenwasserwerk ist die Steuerzentrale der Regenwassernutzungsanlage. Es vereinigt zahlreiche Einzelgeräte in einem abgestimmten Gesamtpaket. Fördert das Regenwasser aus der Zisterne und speist es in das Regenwasserleitungsnetz ein. Gleichzeitig steuert die gesamte Regenwassernutzungsanlage, kontrolliert den Füllstand des Speichers und sorgt im Bedarfsfall für die Trinkwassernachspeisung. Das Regenwasserwerk ist in der Regel im Keller über der Rückstauebene zu montieren. Muß es im Keller unterhalb der Rückstauebene eingebaut werden, ist der Notauslauf nur über ein Siphon mit Rückstauventil an den Kanal anzuschließen, hierzu kann unser Multisiphon eingesetzt werden.



Standard-Paket Optima

* normalsaugende, mehrstufige Kreiselpumpe mit Schaltautomat, wahlweise in zwei Leistungsstärken: 4 bar bzw. 5 bar Systemdruck
* separate Tauchpumpe mit schwimmendem Ansaug-Fein-Filter und angesetztem Schwimmerschalter (Ladepumpe) für die Zisterne
* Füllstandsanzeige für Zisterne mit 13m Meßleitung
* Manometer zur Anzeige des Leitungsdrucks
* Trinkwassernachspeisung nach DIN 1988/4, integrierter Nachspeisebehälter 9l, Sicherheits-Notüberlauf DN 70
* Abdeckhaube, Abmessungen BxHxT (mm): 465x500x310
* 3 flexible Anschlußschlauchstücke zum Verbinden an die Hausleitungen





Funktionsweise

Die hydromechanische Steuerung vereint die traditionelle Steuerung mittels Schaltautomaten mit der Nutzung von strömungsmechanischen Wirkungen. Dadurch wird eine große Funktionssicherheit erreicht. Die Optima ist mit einer Füllstandsanzeige für den Speicher bzw. die Zisterne ausgerüstet. Das Meßgerät arbeitet auf der Grundlage eines pneumatischen Meßverfahrens. Der jeweilige Leitungsdruck, mit der das Regenwasserwerk arbeitet, wird durch ein Manometer angezeigt.

Grundsätzlich arbeitet das Optima Regenwasserwerk mit zwei Druckpumpen. Die Ladepumpe der Optima wird als Tauchpumpe im Speicher aufgestellt, sie ist mit einem schwimmendem Ansaug-Fein-Filter und einem Schwimmerschalter ausgestattet. Die Ladepumpe fördert das nRegenwasser zur normalsaugenden Kreiselpumpe in der Optima. Der Vordruck bewirkt, daß diese lediglich Druckarbeit zu leisten hat und daß die Zulaufleitung der Trinkwassernachspeisung gesperrt ist.

Regenwasserwerk - Funktionsprinzip



Funktionsweise Regenwassernutzung 




Bei herkömmlichen Regenwasserzentralen mit nur einer Saugpumpe führen lange Saugwege und große Höhendifferenzen immer wieder zu Problemen bei der Betriebssicherheit. Nicht so bei der Optima: wird ein Verbraucherventil geöffnet, starten über den Schaltautomat gesteuert beide Pumpen. Dabei liegt der max. Volumenstrom der Optima bei ca. 70 Liter pro Minute. Dank des Zwei-Pumpensystems kann die Optima auch bei ungünstigen Bedingungen (z.B. bei langem Saugweg oder großer Höhendifferenzen zwischen Speicherboden und Pumpenstandort im Regenwasserwerk) eingesetzt werden. Bei Bedarf kann die Optima flexibel mit stärkeren normalsaugenden Pumpen und Ladepumpen ausgerüstet werden.

Die Umschaltung auf Trinkwassernachspeisung erfolgt vollautomatisch. Ist die Zisterne leer, schaltet der Schwimmerschalter die Ladepumpe ab. Da nun der Vordruck fehlt, wird Trinkwasser aus dem Nachspeisebehälter der Optima angesaugt. Der sinkende Wasserspiegel im Nachspeisebehälter bewirkt das Öffnen des Schwimmerventils am Auslauf der Trinkwasserleitung. Bei gefülltem Nachspeisebehälter schließt das Ventil wieder. Manuelles Umschalten auf Trinkwassernachspeisung ist jederzeit durch Netzabkopplung der Ladepumpe einfach möglich. Der Vorratsbehälter ist mit einem zusätzlichen Notüberlauf ausgestattet. Die Trinkwassernachspeisung ist gemäß DIN 1988/4 als freier Auslauf ausgeführt. Ein kontinuierlicher Wasseraustausch im Nachspeisebehälter erfolgt automatisch.