Planung der Erdwärmesonden-Anlage

Richtige Auswahl des Unternehmens

Eine EWS-Anlage kann dauerhaft nur dann gewinnbringend arbeiten, wenn alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind. Planungsfehler können zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr oder nicht mehr vollständig korrigiert werden. Daher ist es sehr wichtig, dass Planung und spätere Ausführung "aus einem Guss" sind und von einer erfahrenen Fachfirma vorgenommen wird.



Gehen Sie als Bauherr bei der Auswahl keine "faulen Kompromisse" ein. Achten sie auf Qualität und sparen sie nicht am Herzstück der Heizanlage: der der Erdwärmesonde. Lassen sie sich zeigen, mit welcher Entzugsleistung (Kälteleistung) der Anbieter die Sonden belastet und stellen sie fest, ob der Anbieter das Kostenrisiko des Bohrens übernimmt oder dem Bauherrn anlastet (Festpreis oder nicht). Fragen sie nach, wie die Verfüllung der Sonde erfolgt.

VDI-Richtlinie 4640 (Thermische Nutzung des Untergrundes)



Weitsichtige Konzeption

Eine EWS-Anlage kann dauerhaft nur dann gewinnbringend arbeiten, wenn alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind. Planungsfehler können zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr oder nicht mehr vollständig korrigiert werden. Daher ist es sehr wichtig, dass Planung und spätere Ausführung "aus einem Guss" sind und von einer erfahrenen Fachfirma vorgenommen wird.

Die Auslegung und Ausführung der Erdwärmesonde erfolgt bei uns gemäß der betreffenden Richtlinien.

Genehmigung
Für die Bohrung benötigen sie entweder nur eine wasserrechtliche Anzeige oder eine Genehmigung der zuständigen Wasserbehörden. Bei Bohrungen über 100 m Tiefe ist zusätzlich die Zustimmung der Bergbehörden erforderlich. Leider ist das Genehmigungsverfahren in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Daher empfiehlt es sich, den Planer oder die Bohrfirma mit der Beschaffung der erforderlichen Unterlagen zu beauftragen. Wir übernehmen diese Aufgabe für sie.

Wärmebedarf des Objekts

Die aus dem Wärmebedarf resultierende Heizleistung ist die wichtigste Größe für die Auslegung, weil die Kosten sehr stark linear von der Heizleistung abhängig sind. Der Bedarf ist daher möglichst genau zu ermitteln. Dabei ist es allerdings nicht ratsam, zu viel Reserve in diesen Wert einzubauen. Denn einerseits enthalten die entsprechenden Berechnungsnormen bereits ein gewisses Sicherheitspolster und andererseits hat die Anlage bei richtiger Dimensionierung auch selbst noch gewisse Reserven.

Art und Vorlauftemperaturen des geplanten Wärmeverteilsystems

Es ist wichtig zu wissen, ob das Heizsystem im Haus eine Radiatoren- oder Fußbodenheizung oder eine Kombination aus beidem ist. Entscheidend ist dabei, mit welchem maximalen Vorlauftemperaturen gerechnet werden muss.

Warmwasserbereitung
Wärmepumpen mit Erdwärmesonden können auch die Warmwasserbereitung übernehmen. Dabei empfiehlt es sich, einen Warmwasserspeicher (WW) zu verwenden, der einen möglichst großen Wärmetauscher enthält.

Hinweis:
Wegen der Gefahr der Legionellenbildung wird gelegentlich empfohlen, den WW-Speicher immer mit >60°C zu betreiben, obwohl für das Brauchwasser im Haushalt eigentlich nur maximal 40-50°C benötigt werden. Da Legionellen sich nur nach längeren Stillstandzeiten und nur an Stellen mit Zugang zur Umgebungsluft (Brausetasse) bilden können, ist eine solche Maßnahme im Dauerbetrieb nicht erforderlich, sondern allenfalls nach längerem Stillstand der Anlage (z.B. nach dem Urlaub).