Regenerative Heizung / Zusammenfassung

Erdwärme macht unabhängig vom Öl- und Gaspreis

Jeder zweite Hausmodernisierer rüstet seine Heizung von Öl auf Gas um – und tauscht damit die Pest gegen die Cholera ein. Denn der Gaspreis folgt nahezu synchron dem Ölpreis, und zwar steil nach oben. Die Schlagzeilen im Januar 2006 um die Gaslieferung zwischen Russland und der Ukraine sorgten auch nicht gerade zur Preisstabilität. Wer bei der Anschaffung ein wenig mehr in die Tasche greift, erhält indes eine regenerative Heizung und sieht fortan nie mehr eine Öl- oder Gasrechnung.

Wie sieht die vernünftige Regenerativ-Heizung aus? Ist es eine Solarheizung? Ja, aber nicht mit den üblichen Solar Panels auf dem Dach, die ja nur tagsüber Wärme liefern wenn gerade die Sonne scheint, was im Winter selten ist und nicht ausreicht. Es handelt sich um Solarwärme die im Erdreich auf niedrigem Temperaturniveau bei etwa 10° C gespeichert ist und die, entnimmt man sie, von der Sonne unerschöpflich immer wieder nachgespeist wird. Auch im tiefen Winter? Ja und das nicht nur bei uns, selbst in Schweden, wo minus 30 Grad im Winter keine Seltenheit ist. Das Erdreich ist also eine regenerative Wärmequelle mit Energie von der Sonne.

Der Mehraufwand gegenüber einer Brennstoffheizung ist vor allem im Neubau gering und besteht im Grunde nur in der Einrichtung zur Gewinnung der auf immer kostenlosen Erdwärme. Am elegantesten geht das über eine Erdenergiesonde, die mit einem mobilen Bohrgerät erstellt wird. Die Bohrung hat den Durchmesser eines Bierdeckels und geht typisch auf 75 bis 100m tief. In der Bohrung wird eine haarnadelförmige Schleife aus einem quasi unbegrenzt haltbaren Kunststoffrohr versenkt. Das Ganze wird dann durch eine Wärme leitende Masse verpresst und stabilisiert, die Arbeit dauert etwa zwei Tage. Zum Wärmetransport wird ein Wasser-/Glykolgemisch (Wasser mit Frostschutzmittel, vom Autokühler her bekannt) verwendet. Das Wasser- / Glykolgemisch nimmt die Wärme aus dem Erdreich auf und transportiert sie ins Haus.

Im Haus steht eine Wärmepumpe - ein waschmaschinengroßes Aggregat, das den Brennstoffkessel als Wärmeerzeuger ersetzt. Sie „pumpt“ die Wärme aus dem kalten Sondenkreislauf in den Heizungskreislauf auf die zur Wärmeübertragung beim Heizen erforderliche Temperatur.

Die Anhebung der Wärme auf die höhere Temperatur, d.h. das „Pumpen“ der Wärme geschieht nach dem bewährten Kühlschrankprinzip. Angetrieben wird die Wärmepumpe elektrisch. Bei einem freistehenden 150m²; großen Einfamilienhaus beispielsweise begnügt sich die Wärmepumpe bereits mit einer Antriebsleistung von etwa 1,2 kW. Das ergibt einschließlich Warmwasserbereitung etwa 2500 kWh pro Jahr auf dem Stromzähler.
Die tatsächlich gelieferte Nutzenergie würde in vorliegendem Falle über 11.000 kWh pro Jahr betragen, die Differenz liefert das Erdreich Jahr für Jahr kostenlos. „Mit der Erstellung der Erdsonde zahlt der Hausbesitzer quasi die Ölrechnung für die nächsten 100 Jahre, denn so lange hält die Sonde mindestens“. betonen führende Systemanbieter Deuschlands.

Kostensteigerungen für Primärenergie haben auf den Strompreis kaum eine Auswirkung. Die Erklärung: der Kostenanteil der Primärenergie beträgt im Strompreis derzeit nur etwa 3 Cent. Theoretisch würde sich also eine Verdoppelung der Kosten für die Primärenergie nur mit einer Preiserhöhung von 3 Cent auswirken. Der Anteil erneuerbare Energie bleibt ja ohnehin immer kostenlos. Davon kann ein Hausbesitzer, der einen Öl- oder Gaskessel hat, nur träumen.

Es hat Jahre gedauert, um in Bauherrenkreisen begreiflich zu machen, wie man nach dem „Kühlschrank Prinzip“ - genau so arbeitet ja die Wärmepumpe – überhaupt heizen kann. Das physikalische Prinzip ist eben nicht so einfach zu erklären wie die Verbrennung von Gas oder Öl.

Mittlerweile gibt es immer mehr Öl- und Gasflüchtlinge, die sich von den Vorteilen einer Heizung mit erneuerbarer Energie aus dem Erdreich überzeugen lassen. Ein Indikator dafür: Bauträger und Fertighausanbieter offerieren zunehmend diese Heizsysteme. So kooperieren viele Fertighaushersteller und Bauträger wie z.B. Schwabenhaus GmbH oder Lux Haus mit der Schumann Haustechnik GmbH und bietet ihre Häuser alternativ mit Erdwärmeheizung an.

Das schlüsselfertige Angebot der Schumann Haustechnik GmbH schließt die Erstellung der Erdenergiesonde und der System - Fußbodenheizung mit ein. Für den Bauherrn bedeutet das „alles aus einer Hand“ für das gesamte Bauvorhaben. Nicht mehr als 20 bis 35 Euro pro Monat (je nach Größe des Gebäudes) werden die Heizkosten für diese hochwertigen Einfamilienhäuser mit einer Wärmepumpe betragen, Warmwasser und Kühlung inklusive.

Übrigens unsere sparsamen Schweizer Nachbarn haben im letzten Jahr 40% aller Neubauten mit dieser zukunftssicheren Heizung ausgerüstet mit einem extra Plus: In der Schweiz kommt der Strom im Winter überwiegend aus Wasserkraft, d.h. die können ihre Häuser fast vollständig mit erneuerbarer Energie beheizen.